Funktionierende Kommunikation ist einer der Eckpfeiler agiler Arbeitsweisen in Zeiten der digitalen Transformation. Um hier aktiv mitgestalten zu können, sollten Sie gut darin sein mit anderen zu kommunizieren: in täglichen Abstimmungen, in Interaktionen mit dem Kunden oder in regelmäßigen Retrospektiven. Nachfolgend finden Sie 5 Tipps, die Sie in Ihrer Kommunikation voranbringen:

1. Vermeiden Sie es, über den digitalen Weg Dinge zu sagen, die Sie im persönlichen Gespräch nicht sagen würden!

Digitale Kommunikationsmittel verleiten dazu, Dinge direkter und unreflektierter zu kommunizieren. Seien Sie sich dieser Gefahr bewusst und wägen Sie ab, was sie digital kommunizieren oder besser im direkten Gespräch sagen sollten. Nicht ohne Grund lautet eines der agilen Prinzipien wie folgt: „Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.“1

2. Die Qualität Ihrer Kommunikation können Sie an ihrer Wirkung erkennen!

Hat Ihr Gegenüber Ihre Nachricht „in den falschen Hals“ bekommen, liegt die Verantwortung dafür auch bei Ihnen. Wenn Kommunikation schiefläuft, dann unterschätzen beide Parteien die Wirkung ihrer Kommunikation auf unterschiedlichen Ebenen. Wenn Sie mit Ihrem Team komplexe Ziele erreichen müssen, dann nützen Sie die Kommunikation auf der Sachebene mit Methoden und anderen schriftlichen Hilfsmitteln. Wenn Sie Menschen für ein Ziel gewinnen wollen, so tauchen Sie in die psychosoziale Ebene ein und kommunizieren Sie auch auf der Beziehungsebene. Kommunizieren Sie mit Hirn und Herz!

3. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie nicht nicht kommunizieren können!

Davor warnte schon Paul Watzlawick, der große Meister der Kommunikationstheorie. Sie kennen bestimmt den vielsagenden Blick Ihrer Frau, wenn Sie wiederholt Dinge herumliegen lassen oder die abwehrende Körperhaltung eines Kollegen, wenn Sie gutgemeinte Ratschläge verteilen. Sie kommunizieren immer, auch wenn Sie nichts sagen, dann allerdings womöglich so, wie Sie es eigentlich gar nicht möchten.

4. Streichen Sie, „Ich sage ja nur“, aus Ihrem Sprachgebrauch!

Spätestens nach der Lektüre der vorangegangenen Punkte, können Sie sich mit „Ich sage ja nur“ nicht mehr aus der Verantwortung stehlen. Vergessen Sie nicht, dass Ihr Gegenüber nicht nur mit vier Ohren hört, sondern dass Sie auch auf vier Ebenen aktiv kommunizieren!

5. Kommunizieren Sie respektvoll und schaffen Sie den Perspektivenwechsel!

Das beginnt unter anderem dabei, seinem Gegenüber wirklich zuzuhören und sich zu bemühen, seine Perspektive zumindest zu verstehen. Diese Fähigkeit des Perspektivenwechsels ist im agilen Arbeiten unbedingt notwendig. Wie sonst wollen Sie den Bedarf Ihrer Kunden und die Bedürfnisse Ihrer Teammitglieder bestmöglich verstehen? Setzen Sie sich selber das Zielt, jederzeit wertschätzend zu kommunizieren!

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QUELLEN:

1. Das Agile Manifest: https://agilemanifesto.org/iso/de/principles.html

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