Je instabiler die Welt um uns herum wird, desto mehr kommt es auf eine stabile Persönlichkeit an. Wenn Ihr Kontext diesem Wunsch nicht mehr nachkommen kann, liegt es an Ihnen, dieses Bedürfnis von innen heraus, aus Ihrer eigenen Persönlichkeit zu nähren. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie mit agilen Arbeitsweisen erfolgreich sein möchten! Nachfolgend finden Sie 5 Tipps, wie Sie innere Stabilität aufbauen können:

1. Suchen Sie Ihre Stärken!

Wir alle können auf ein Reservoir an Talenten und Neigungen zurückgreifen. Finden Sie heraus, welche Art von Tätigkeit Ihnen wirklich liegen und halten Sie dann daran fest. Zum „tun, was man wirklich, wirklich will“, rät Frithjof Bergmann – dann würde sich die Frage der Leistungsfähigkeit gar nicht erst stellen. Und wie Sie sich fühlen, wenn Sie das Gefühl haben, etwas geleistet zu haben, das wissen Sie, od? Motiviert, selbstbewusst und einfach gut!

2. Anerkennen Sie Ihre Schwächen!

Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck, indem Sie sich und anderen vorgaukeln, allem gewachsen zu sein. Wir sind ein Konstrukt aus Stärken und Schwächen. Gestehen Sie sich Ihre Schwächen ein – das ist der erste Schritt daran zu wachsen! Darüber hinaus machen Sie sich damit weniger verwundbar und damit stabiler!

Hinweis für Führungskräfte: Übrigens dürfen Sie als Führungskraft auch das Recht in Anspruch nehmen Schwächen zu haben! Sie sollten es sogar, wie Studien zeigen: „Wir konnten feststellen, dass die Chefs, die ihren eigenen, internen Wachstumsprozess nicht für sich behalten, sondern offen darüber sprechen, von den Mitarbeitenden bevorzugt als Führungskraft anerkannt werden“, erzählte Bradley Owens, Professor für Business Ethics an der Marriot School of Business über sein Projekt, zu dem er über 6.000 Menschen weltweit befragte. Wenn der Chef zeige, dass er selbst auch immer wieder an seine Grenzen stoße, würde es den Mitarbeitenden leichter fallen, selbst an sich zu arbeiten.1

3. Hören Sie auf Ihre Bedürfnisse!

Neigen Sie dazu hangry zu sein? Oder feindselig bei Schlafmangel? Gestehen Sie sich Ihre grundlegenden Bedürfnisse ein, auch wenn diese so unmodern wie Sicherheit, Zugehörigkeit oder Stabilität sind. Ein Mangelerleben wichtiger Bedürfnisse schränkt nicht nur Ihre Kreativität und Leistungsfähigkeit ein, es kann Sie auch nach außen unkontrollierter und damit weniger souverän machen.

4. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten!

Sich seiner grundlegenden Bedürfnisse bewusst zu sein, ist wichtig. Sich von starken Emotionen leiten zu lassen hingegen meist kontraproduktiv. Lernen Sie Ihre ureigenen Muster zu erkennen und Situationen zu vermeiden, die Sie immer wieder zu unbedachten Handlungen verleiten. Riskieren Sie nicht Ihre eigene Stabilität, indem Sie sich zu emotionalen Ausbrüchen hinreissen lassen, sondern entwickeln Sie schrittweise Vertrauen in sich selbst und Ihre Selbstkontrolle.

5. Akzeptieren Sie Ihre persönliche Verwundbarkeit und gestehen Sie diese auch Ihrem Gegenüber zu!

Bei aller Selbstkontrolle werden Sie immer wieder Herausforderungen erleben, die diese übersteigen. Reagieren Sie in diesen Situationen unbedacht, übernehmen Sie dafür die Verantwortung. Entschuldigen Sie sich, wenn nötig und nehmen Sie auch Entschuldigungen Ihres Gegenübers an! Nehmen Sie aber nicht alles persönlich und trainieren Sie sich in Kritikfähigkeit – wie sonst möchten Sie in agilen Teams iterativ arbeiten?

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QUELLEN:

1 Purps-Pardigol, Sebastian (2018): Digitalisieren mit Hirn. Wie Führungskräfte Ihre Mitarbeiter für den Wandel gewinnen. Campus Verlag, Frankfurt. S. 227

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